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An
die Wuppertaler Landtagsabgeordneten

 

 Offener Brief
(als PDF: Brief wg Doppeljahrgang Land-1)

 

 Schülern Angst vor Doppeljahrgang nehmen

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 als von den Schülerinnen und Schülern Wuppertals gewählte Bezirksschülervertretung vertreten wir die Interessen der rund 40.000 Schülerinnen und Schüler aller weiterführender Schulen Wuppertals gegenüber der Politik und der Stadt.

 Auf unserer letzten Bezirksdelegiertenkonferenz, zu der Delegierte vieler Wuppertaler Schulen zusammenkamen, haben wir uns in einem Arbeitskreis ausführlich mit der Thematik des Doppeljahrgangs 2013 befasst. Wir diskutierten in diesem Zusammenhang vor allem die Auswirkungen, die die rund 50.000 zusätzlichen Studienberechtigten in NRW auf die Hochschulen hier im Land, aber auch die Ausbildungsplätze vor Ort haben.

Viele Schülerinnen und Schüler von Gymnasien und Gesamtschulen äußerten dabei die Sorge, nach ihrem Abitur keinen Studienplatz zu erhalten bzw. während ihres Studiums unter überfüllten Hörsälen und schlechten Lernbedingungen leiden zu müssen. Im Zusammenhang mit der Aussetzung der Wehrpflicht und dem Wegfall der Studiengebühren in NRW, wirkt dies – zumindest auf den ersten Blick – sehr beunruhigend.

In unserer Diskussion fiel uns weiterhin auf, dass dieser Eindruck nicht nur bei uns Schülern für viele Ängste sorgt, sondern auch Eltern und darüber hinaus auch viele Lehrkräfte unsere Sorgen teilen. Diejenigen von uns, die von dem Doppeljahrgang direkt betroffen sind, fühlen sich allein gelassen und zuweilen von Eltern, Lehrern und dem stetig ansteigenden Konkurrenzkampf unter enormen Druck gesetzt.

Als Schülervertreter Wuppertals sind wir uns darüber im klaren, dass von Landesseite Maßnahmen getroffen wurden, um die von uns befürchteten Auswirkungen des Doppeljahrgangs 2013 abzumildern.

Doch trotz des regelmäßigen Dialoges der Landesregierung mit den schulischen Akteuren (Eltern- und Schülerverbänden, Schulleitervereinigungen, Lehrerverbänden und Gewerkschaften) und der Weiterleitung von Informationen bezüglich des doppelten Jahrgangs an diese, werden auf diesem Wege weder die Schüler, noch deren Eltern oder die Lehrerschaft erreicht.

 Wir wünschen uns von Ihnen als unsere gewählten Vertreter in den verbleibenden anderthalb Jahren nichts geringeres als unsere Angst ernst zu nehmen. Wir wünschen uns mehr und gezieltere Informationen nicht nur für uns, sondern auch für Kollegien und unsere Eltern.

 Für Ihre Mühe bei der Bearbeitung und Beantwortung dieses Briefs danken wir im Namen der Wuppertaler Schülerschaft schon einmal im Voraus.

 Mit freundlichen Grüßen

 

 Farina Owusu

Stellv. Bezirksschülersprecherin

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